Unser Planet stößt an seine Belastungsgrenzen: Weltweit verbrauchen wir deutlich mehr Ressourcen, als die Natur regenerieren kann. Obwohl auf europäischer, nationaler und kommunaler Ebene gesetzlich verankerte Ziele zur Abfallvermeidung bestehen, steigen die Müllmengen weiter an – insbesondere im Bereich der Verpackungsabfälle. Allein Verpackungen aus Plastik machen rund 36 % des gesamten Kunststoffabfalls aus und verursachen einen enormen Verbrauch fossiler Rohstoffe wie Erdöl. Das trägt nicht nur zur Erderwärmung bei – auch unsere unmittelbare Umgebung leidet zunehmend unter Vermüllung, wie z.B. an warmen Tagen im nahe gelegenen Stadtpark Steglitz.

Im Stadtparkviertel wollen wir zeigen: Genuss und Nachhaltigkeit müssen kein Widerspruch sein.
Der Verein Klimafreundliches Stadtparkviertel Berlin-Steglitz e.V. hat sich zum Ziel gesetzt, Wege aufzuzeigen, wie ein ressourcenschonender Alltag ohne viel Aufwand und mit viel Lebensfreude möglich ist.

Ein Erfolgsprojekt: Pizza in der Mehrwegbox
Im Jahr 2024 startete eine viel beachtete Kooperation mit zwei Kiez-Pizzerien, die seitdem auch Mehrwegboxen für ihre Außer-Haus-Pizzen anbieten. Wir haben die Betriebe mit Mehrwegbehältern, Info- und Werbematerial sowie exklusiven Stempelkarten ausgestattet: Für jede Pizza in der Mehrwegbox gibt es einen Stempel – bei zehn Stempeln winkt eine Gratispizza. Das System soll einen Anreiz schaffen, umweltfreundlich zu genießen. Die Boxen werden gegen 5 € Pfand ausgegeben, das bei Rückgabe erstattet oder mit einer neuen Bestellung verrechnet wird. Als eines der ersten Pilotprojekte in Berlin fand die Aktion viel positive mediale Resonanz.

Noch Fragen?
Hier erreichst du uns: abfallvermeidung[at]stadtparkviertel.berlin

Und wie geht’s weiter?
Unser Ziel ist es, weitere Pizzerien und gastronomische Betriebe im Kiez für das Mehrwegsystem zu gewinnen – und so ein funktionierendes Rückgabesystem im Stadtparkviertel aufzubauen. Auch Betreiber*innen von Wochenmärkten sollen überzeugt werden, auf Mehrweg umzusteigen. Gleichzeitig möchten wir den Kund*innen zeigen: Genussvoll essen geht auch nachhaltig – ohne Einwegmüll.
Auch auf größeren öffentlichen Festen von der Gemeinde und Schulen im Kiez setzen wir uns dafür ein, dass Speisen und Getränke in Mehrwegsystemen angeboten werden. 
Unsere Überzeugung: Veränderung gelingt dann, wenn sie konkret vor Ort stattfindet – durch persönliche Ansprache und alltagstaugliche Lösungen.